Pressemitteilung zur Inbetriebname in der Heizperiode 25/26
Überblick
2024 entfielen mit 4.500 MWh etwa 27 % des Wärmebedarfs der städtischen Liegenschaften auf die Schulen. Dieser Bedarf wurde zu etwa 50 % aus erneuerbaren Energien gedeckt. Mit einem Wärmebedarf von 950 MWh, der vollständig aus Gas gedeckt wurde, bildet der Verbund aus Berufsbildender Schule mit Sporthalle und Thomas-Nast-Grundschule unter den Schulen den größten Wärmeverbraucher.
Im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogrammes Klimaschutz und Innovation (KIPKI) hat das Land Rheinland-Pfalz den kreisfreien Städten und den Kommunen einmalig Mittel zur Umsetzung kommunaler Maßnahmen zum Klimaschutz und der Klimaanpassung zur Verfügung gestellt. Landau erhielt 2024 einen Betrag in Höhe von 2,05 Mio. Euro. 825.000 Euro hiervon flossen in das Projekt zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung der Berufsbildenden Schule sowie angrenzender Sporthalle und Thomas-Nast-Grundschule.
Im Sommer 2025 wurden 3 Wärmepumpen installiert, die pünktlich zur Heizperiode 2025/26 in Betrieb genommen werden konnten und die Schulen fast vollständig mit klimaneutraler Wärme versorgen.
Technik
Der Wärmeverbund BBS, BBS-Sporthalle und Thomas-Nast-Grundschule hat einen Leistungsbedarf von 600 kW. Um diesen Bedarf zu decken, wurden 3 Luft-Wärmepumpen mit jeweils 128 kW Leistung installiert, die mit einer zu erwartenden JAZ von 3,2 arbeiten. Jede Wärmepumpe hat eine Größe von 2,2 * 2,2 * 2,2 m.
Der Strombedarf der Wärmepumpen wird auf 105.000 kWh pro Jahr geschätzt, wovon ca. 25.000 kWh über die Photovoltaikanlage auf dem Dach der BBS gedeckt werden können. Die Eigenverbrauchsquote der PV-Anlage auf dem Dach steigt dadurch von 50 % auf 60 %.
Für die Spitzenlast bei besonders niedrigen Temperaturen verbleibt ein kleiner Gaskessel, der bei Temperaturen unter 0°C unterstützt. Hieraus ergibt sich eine Restgasmenge von ca. 150.000 kWh pro Jahr, was ca. 15 % entspricht. Die Wärmepumpen decken ca. 85 % des Wärmebedarfs. Durch Sanierungsmaßnahmen wurden bereits früher Einsparungen erzielt. Im Vergleich zu 2002 konnte der Gasverbrauch um 93 % von 2,15 Mio. kWh auf 0,15 Mio. kWh reduziert werden. Dies entspricht bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh einer Einsparung von 100 Einfamilienhäusern.